«Igniv»: Besser Sharen geht nicht
Zürich hat einen neuen 18-Punktechef: Daniel Zeindlhofer im «Igniv», mitten im Niederdorf. Der junge Koch perfektioniert, was sein Patron Andreas Caminada für die Schweiz erfunden hat: Sharing Menus, Family Style. Heisst: Weit über ein Dutzend kleiner Teller und Schalen kommen zum Teilen mitten auf den Tisch, in bewundernswerter Perfektion. Stress für die junge Brigade, höchstes Vergnügen für die Gäste. Im «Igniv» (rätoromanisch für «Nest») fühlt man sich wohl, auch weil der Service entspannt und dennoch professionell ist und die Weinkarte die Erwartungen übertrifft.
Das Seefeld boomt. Chef Kenichi steigt auf
Das Zürcher Seefeld boomt, ein Chef ist den GaultMillau-Testern besonders aufgefallen: Kenichi Arimura im «Mura». Er steht für eine der besten japanischen Küchen der Stadt, begeistert mittags mit seinen erstklassigen Bentoboxen und abends mit einem Omakase-Menü von beeindruckender Präzision. 16 Plätze im kleinen Restaurant, 16 Punkte im neuen Guide. Nicht der einzige Aufsteiger im Seefeld: Norbert Kiraly im «Studio Bellerive» (Hotel Ameron Bellerive au Lac) und der junge Brite Charles Aggett im «Capri Bistrot» sind neu mit 14 Punkten bewertet. Weitere Seefeld-Topadressen: «Eden Kitchen & Bar» (17 Punkte), «Japan Restaurant Bimi» (14 Punkte), «Conti» (14 Punkte).
Drei neue 15er: «Wirtschaft im Franz», «Frisk Fisk», «Old Inn»
In der GaultMillau-Welt sind 15 Punkte die Einstiegsnote ins Land der grossen Küchen. Drei Zürcher Restaurants sind in dieser Liga neu dabei. In der «Wirtschaft im Franz», in einem Innenhof zwischen West und Zentralstrasse versteckt, arbeitet Sebastian Funck mit einem jungen Team in einer offenen Küche. Im Repertoire: Butterzartes Fleisch, aber auch immer wieder ein herzhafter Gemüsegang. Das «Frisk Fisk» liegt im Niederdorf. Ronny Weiss setzt auf nordisch reduzierte Küche, kauft Fisch und Meeresfrüchte in Norwegen ein. Das «Old Inn» von Daniel Shu beim Bahnhof Enge legt jedes Jahr zu. Chef Dennis Smits Konzept: Hervorragend gemachte Comfort-Food-Gerichte zum Teilen, noch stilsicherer und kreativer als zuvor.
Die Stars in Zürich sind «Mehrkämpfer»
Die besten Köche der Stadt halten ihre Topbewertungen. Heiko Nieder von «The Dolder Grand» gehörtmzum exklusiven Club der nur sieben 19-Punktechefs im Land. Bewundernswert: Er brilliert nicht nur mit seiner Signature-Adresse «The Restaurant», er ist mit drei weiteren Restaurants im GaultMillau gelistet, macht den «Dolder» zum Gourmet-Resort: «Mikuriya» (17 Punkte), «Blooms» (16 Punkte), «Saltz» (15 Punkte). Auch Stefan Heilemann im «Widder» ist ein kulinarischer Mehrkämpfer: 18 Punkte für sein begeisterndes Signature-Restaurant, 14 Punkte für seine Neuerfindung «Soï 28»: Thai-Streetfood auf Heilemann-Niveau. Die beiden anderen 18-Punktechefs: Mitja Birlo in «The Counter» im Zürcher HB, Rico Zandonella vor den Toren der Stadt: «Rico’s così», so gut wie eh und je!
Der «Fall Florhof». Und das «Marküs» von Markus Stöckle
In Zürichs Topliga erwarten wir eigentlich auch die «Villa Florhof», ein Boutiquehotel mit 14 liebevoll eingerichteten Zimmern, riesigem Weinkeller und zwei Restaurants. Der Start verlief harzig. Die «Brasserie» mit ihrer bezaubernden Terrasse ist bereits eröffnet, «Fine Dining» gibts in der Villa frühestens im Spätherbst. Das «Marküs» von Markus Stöckle (früher 17 Punkte im «Rosi») eröffnete erst nach Redaktionsschluss des Guides. Die Bewertung liefern wir auf dem GaultMillau-Channel nach.
13 neue Zürcher Adressen im GaultMillau Pächter- und Konzeptwechsel in der «Buech»: Andreas Caminada hat die Kultadresse an der Zürcher Goldküste übernommen und Nicolas Schröder als Küchenchef eingesetzt. Der macht einen Superjob, gehört mit 15 Punkten zu GaultMillaus «Entdeckungen des Jahres». Nicolas Schröder wahrt im über hundertjährigen Restaurant die Tradition, schärft das Profil aber mit kreativen Komponenten. Neue Adressen im Guide 2027: «Aurora», «Ginger», «Enoteca Riviera», «Satt» und «Soï 28» mit je 14 Punkten, «Anoah» mit 13. Ausserhalb der Stadt: «Reineke» in Winterthur (15 Punkte), «Sonne» in Küsnacht (14), «Bloom» in Winterthur (13), «Grandin» im Tennisclub Zumikon (13), «Sihlsteg» in Langnau am Albis (12).
Informationen
Ringier AG, GaultMillau, Telefon +41 58 269 26 10, [email protected]
Die Medienmitteilung sowie Bilder sind verfügbar unter
www.gaultmillau.ch/Guide2026
Über GaultMillau
Wo sind die besten Restaurants der Schweiz? Wer sind die kreativsten Köche? Der «GaultMillau Guide Schweiz» ist der wichtigste Gourmetführer im Land. 870 Restaurants werden bewertet und ausführlich beschrieben. Die ausgezeichneten Köche des Landes werden in Bildern vorgestellt. Der Guide wird in den Medien täglich zitiert.
GaultMillau digital: Auf www.gaultmillau.ch gibts täglich Rezeptvideos und Rezepte der besten Köche. Spannende Interviews und News aus der Szene. Die neue Lifestyle-Liste «GaultMillau POP» empfiehlt 260 trendige Beizen, Brasserien, Bars und Cafés. Der Blog «Züri isst» spricht ein urbanes, junges Publikum an und hat eine ständig wachsende eigene Community.
Bibliografische Angaben
GaultMillau Guide Schweiz 2027
Urs Heller
Der Reiseführer für Gourmets
Mit Sonderteil «Die 150 besten Schweizer Winzer», «Die 100 besten Schweizer Hotels» 870 Restaurants getestet, bewertet und kommentiert
560 Seiten + 4 Seiten Umschlag, 7 Stadtpläne, Übersichtskarte Schweiz,
Format 13,5 × 21 cm, CHF 52.–
Erhältlich bei
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ISBN 978-3-9525649-5-0