02.05.22

Die EqualVoice Initiative lanciert ersten internationalen Diskurs über die Gleichstellung der Geschlechter in den Medien

  • Erster EqualVoice Summit der Schweiz mit internationalen, hochkarätigen Speakern wie Amal Clooney und Iris Bohnet sowie Bundesrätin Karin Keller-Sutter
  • Wichtiger Austausch von Top Executives führender internationalen Unternehmen über Sichtbarkeit von Frauen in den Medien
  • Axel Springer integriert EqualVoice, um die Sichtbarkeit von Frauen in der Berichterstattung seiner News Media-Marken zu erhöhen
  • ETH validiert den EqualVoice Factor
  • Klares Bekenntnis für Gleichberechtigung: EqualVoice-Summit-Teilnehmende unterzeichnen Pledge
  • Lancierung eines internationalen EqualVoice Advisory Boards

Als international tätiger Medien- und Technologiekonzern setzt sich Ringier seit Ende 2019 mit seiner publizistischen und technologischen Kraft für die Gleichwertigkeit der Geschlechter ein. Ziel ist, Frauen in der Berichterstattung sichtbarer zu machen und Frauen und Männern die gleiche Stimme zu geben. Zentral ist dabei die Erhebung des EqualVoice Factors, der auf einem semantischen Algorithmus basiert. 

International hochkarätig besetzter EqualVoice Summit in Zürich

Am 2. Mai 2022 haben Ringier-CEO Marc Walder und Ringier-CFO Annabella Bassler Top Executives aus der internationalen Wirtschafts- und Medienwelt nach Zürich geladen, um im Rahmen des EqualVoice Summits einen konstruktiven Diskurs über die Gleichstellung der Geschlechter in den Medien zu führen. 

Das Programm beinhaltete Vorträge und Präsentationen von international renommierten Persönlichkeiten wie der Menschenrechtsanwältin Amal Clooney, Bundesrätin und Justizministerin Karin Keller-Sutter, der Verhaltensökonomin Prof. Iris Bohnet von der Harvard Universität, Mariana Santos, der Gründerin und CEO von Chicas Poderosas, Carolina Müller-Möhl, Gründerin und Präsidentin der Müller-Möhl Foundation, Corine Mauch, Zürcher Stadtpräsidentin sowie Brittany Kaiser, Mitbegründerin der Own Your Data Foundation. 

Auf einem Panel diskutierten über die Verantwortung der Medien rund um Gleichstellung Aleksandra Karasinska, Chefredaktorin der polnischen Forbes Women, Nicole Schwab, Co-Director Nature-Based Solutions WEF, Mathias Döpfner, CEO Axel Springer SE sowie Christian Van Thillo, Executive Chairman der belgischen-holländischen DPG Media Group. 

Den Abschluss des EqualVoice Summit bildete ein Konzertauftritt der Singer-Songwriterin Amy Macdonald. 

Partner des EqualVoice Summits sind die Müller-Möhl Foundation sowie Jaguar und Land Rover Schweiz.

Marc Walder, CEO Ringier AG: «Der EqualVoice Summit thematisiert die Rolle der Medien rund um die Visibilität von Frauen. Diese sind, immer noch, dramatisch unterrepräsentiert. Medien haben es in der Hand, Frauen in allen Bereichen endlich mehr Sichtbarkeit zu geben. Dies im Interesse der Gleichstellung zwischen Frau und Mann. Und, selbstredend, im Interesse der Leserinnen und Leser.»

Bundesrätin Karin Keller-Sutter: «Ich trete gerne am Equal Voice Summit auf, um das Anliegen zu unterstützen, dass mehr Frauen in den Medien vorkommen. Die Sichtbarkeit von Politikerinnen und Expertinnen in den Medien ist für die Gleichstellung zentral.»

Amal Clooney, Anwältin für Menschenrechte: «Als Frauen sind wir zwar nicht in der Minderheit, aber es gibt eine einzigartige Verbindung zwischen uns. Diese Verbindung ist nicht geografisch. Oder religiös. Oder kulturell. Was uns eint, sind unsere Erfahrungen – Erfahrungen, die nur Frauen machen, und Herausforderungen, denen sich nur Frauen stellen müssen.»

Iris Bohnet, Professorin an der Harvard Universität: «Die Teilnahme am EqualVoice Summit war mir wichtig, weil die Förderung von Gleichberechtigung sowohl meine Leidenschaft als auch eine meiner beruflichen Hauptaufgaben ist.»

«EqualVoice Pledge»: Verbindliches Bekenntnis für mehr Einsatz rund um die Sichtbarkeit von Frauen in den Medien 

Ein starkes und verbindliches Zeichen setzen die Ringier AG, Axel Springer SE, DPG Media und die World Association of Newspapers and News Publishers (WAN-IFRA) während des EqualVoice Summits mit der Unterzeichnung des «EqualVoice Pledge». Damit verpflichten sich die Medienunternehmen und der Weltverband der Zeitungs- und Zeitschriftenverleger, die Gleichstellung der Geschlechter in ihren Organisationen zu unterstützen, Massnahmen zur Förderung der Geschlechtergleichstellung einzuführen, die Idee von EqualVoice mit ihren jeweiligen Medienmarken umzusetzen, die Sichtbarkeit von Frauen in den Medien zu erhöhen sowie den Nutzen der Geschlechtergleichstellung zu kommunizieren.

ETH validiert den EqualVoice Factor

Auf Basis des EqualVoice-Factors, einem von Ringier inhouse entwickelten semantischen Algorithmus, misst Ringier den Frauen- und Männeranteil in den Onlineberichten seiner Medienmarken. Zwei Kennziffern werden erhoben: Der Teaser Score wertet die Visibilität von Frauen in Bildern, Headlines und Titeln aus und der Body Score zeigt, wie oft Frauen und Männer im Artikeltext genannt werden. Der EqualVoice Factor kann auch von anderen Medienhäusern und Unternehmenskommunikationsbereichen angewendet werden. Das Messverfahren des EqualVoice-Factor wurde von der ETH Zürich validiert – ein wissenschaftlich dokumentierter Nachweis wurde erbracht. Dr. Vanessa Wood, Professorin am Institut für Elektronik und Vizepräsidentin für Wissenstransfer und Wirtschaftsbeziehungen der ETH Zürich, präsentierte den Summit-Teilnehmenden die aktuellen Untersuchungsergebnisse und Qualitätsmerkmale des Factors.

Annabella Bassler, Initiantin der EqualVoice Initiative und CFO der Ringier AG: «EqualVoice zeigt, was Sache ist. Aus einem emotionalen Thema wird durch den EqualVoice-Factor eine faktenbasierte Diskussion und lösungsorientierte Aktion. Dies wiederum führt zu messbarer Veränderung, das sehen wir bei uns in der Ringier-Gruppe. Es freut mich umso mehr, dass wir unseren EqualVoice-Factor nun auch für andere Unternehmen anbieten können.»

Axel Springer integriert EqualVoice, um die Sichtbarkeit von Frauen in der Berichterstattung seiner News Media-Marken zu erhöhen

Im Rahmen des EqualVoice Summits hat Mathias Döpfner, CEO Axel Springer SE, bekannt gegeben, dass der in 40 Ländern tätige Medien- und Technologiekonzern ab sofort die EqualVoice-Initiative unterstützt und den EqualVoice Factor einsetzt. Der Start erfolgt mit der B.Z.-Berlin, Berlins grösster Boulevardzeitung. Eine redaktionelle Integration wird seit Januar 2022 bei B.Z. Digital, dem B.Z.-Onlineangebot, getestet. Aus dem Piloten sollen Best-Practice-Modelle für Analysen und 

Massnahmen erarbeitet werden und sukzessive bei den weiteren News Media-Marken wie BILD und WELT zur Anwendung kommen.

Mathias Döpfner, CEO Axel Springer SE: «Diversity und Gender Balance sind unverzichtbar für einen zukunftsträchtigen Journalismus. Deswegen wollen wir mit Equal Voice und anderen Initiativen diesen Wandel vorantreiben. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Geschlechter und auch Nationalitäten, Religionen, Hautfarben oder sexuelle Orientierungen fair repräsentiert werden. Das ist mir und den gesamten Axel Springer Marken ein besonderes Anliegen und unser Ziel für die kommenden Jahre. Die Equal Voice Technologie ist ein effektives Tool um Bewusstsein in den Redaktionen zu schaffen. Und so die diverse Berichterstattung nachhaltig als Standard zu etablieren.»

Bereits seit 2021 unterstützen die Chefredaktionen der Medienmarken des polnischen Joint Venture Ringier Axel Springer Polska die EqualVoice-Initiative und werten ihre Publikationen mittels EqualVoice-Factor aus. Weitere mittel-und osteuropäische Länder, in denen Ringier tätig ist, folgen in naher Zukunft. 

Internationalisierung des EqualVoice Advisory Boards

Anlässlich des ersten EqualVoice Summits wurde bekanntgegeben, dass das bestehende Advisory Board der Initiative um einen internationalen Ableger erweitert wird. Das International EqualVoice Advisory Board ist mit Brittany Kaiser (Mitbegründerin der Own Your Data Foundation ), Mathias Döpfner (CEO Axel Springer SE), Katharina Borchert (Journalistin und ehemalige Chief Innovation Officer bei Mozilla) sowie mit Yann Borgstedt (Unternehmer und Gründer Womanity Foundation) besetzt. Sie setzen sich insbesondere für die Ausweitung von EqualVoice über die Grenzen der Schweiz hinweg ein. 

Das EqualVoice Advisory Board besteht aus: David Allemann (CEO & Co-Founder On), Pascale Baeriswyl (Chefin der Ständigen Mission der Schweiz bei den Vereinten Nationen), Nicole Burth (Leiterin Kommunikations-Services Schweizerische Post), Regula Bührer Fecker (Werberin & Mitbegründerin Rod Kommunikation), Ingrid Deltenre (Medienmanagerin), Tanja Grandits („Koch des Jahres 2020”), Dr. Sabine Keller-Busse (President Personal & Corporate Banking und President UBS Switzerland), Carolina Müller-Möhl (Präsidentin Müller-Möhl Foundation), Simona Scarpaleggia (Board Member EDGE Strategy), Franziska Tschudi Sauber (CEO Weidmann Holding AG), Christiane zu Salm (Medienunternehmerin & Advisor) und Petra Ehmann (ehemalige Global Lead Produktpartnerschaften Augmented Reality Google Schweiz und neu Chief Innovation Officer bei Ringier).

Marc Walder: ​​«Um die grossen Herausforderungen der Zeit in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erfolgreich zu meistern, braucht es die Besten an der Spitze – Männer wie Frauen. Eine Initiative wie EqualVoice leistet insofern einen wichtigen Beitrag, als dass sie dazu beiträgt, eingefahrene Rollenbilder zu verändern und ganzheitliches Denken anzustossen. Ein Verbund aus partnerschaftlichen Beziehungen ist wichtig, damit die Ziele und Diskussionen weitergetragen werden. Ich freue mich, dass wir mit Brittany Kaiser, Mathias Döpfner, Katharina Borchert und Yann Borgstedt vier Persönlichkeiten gewinnen konnten, 

die uns mit ihrem internationalen Netzwerk und Renommee helfen werden, EqualVoice über die Grenzen der Schweiz hinaus zu tragen.»

Ringier AG, Corporate Communications

v.l.n.r. Marc Walder, Katia Murmann, Annabella Bassler, Carolina Müller-Möhl und Mathias Döpfner, 2022

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