06.05.19

«Ringen um Ringier» – Vom Verlagshaus Ringier zum digitalen und diversifizierten Medienunternehmen

Die Transformation des führenden Schweizer Medienkonzerns Ringier AG wird im neuen Buch von Autor René Lüchinger erstmals detailliert nachgezeichnet. Illustriert ist der Band mit Kunstwerken aus der Sammlung Ringier. «Ringen um Ringier» erscheint im deutschen Steidl-Verlag.

«Ringen um Ringier. Über die Kunst der Digitalisierung in einem Schweizer Medienkonzern» wurde heute Abend im Rahmen der offiziellen Buchvernissage im Opernhaus Zürich vor rund 350 geladenen Gästen aus Politik, Medien, Sport und Kultur feierlich vorgestellt. Auf 320 Seiten wird ein tiefer Einblick in den Transformations-Prozess des grössten Schweizer Medienunternehmens gegeben.

Der Schweizer Journalist, Autor und Publizist René Lüchinger hat diesen Wandel erstmals in all seinen Facetten und durch Einbezug von internen Dokumenten, Protokollen und zahlreichen Gesprächen wiedergegeben. «Während rund eineinhalb Jahren hatte ich unbeschränkten Zugang zum Haus Ringier. Man gewährte mir Einsicht in alle relevanten Dokumente und Protokolle: Von der Geschäftsleitung über den Verwaltungsrat bis hin zu Verträgen, Notizen und Strategie-Skizzen. Es war mir wichtig, ein komplettes Bild der letzten Jahre zu haben», sagt René Lüchinger.

Die Schilderung im Buch steht prototypisch für den dramatischen Wandel eines traditionellen Verlags aus dem 19. Jahrhundert. Aufgrund neuer Lesegewohnheiten und sich rasant veränderndem Werbemarkt hat sich das Unternehmen zu Beginn des 21. Jahrhunderts neu erfinden müssen. So thematisiert der Autor im Buch unter anderem auch die vorhergehenden Diskussionen zum Entscheid der Verlegerfamilie, knapp zwei Milliarden Schweizer Franken in die Digitalisierung und Diversifizierung des Familien-Unternehmens zu investieren. Heute nimmt Ringier mit 71% digitalem Anteil am operativen Gewinn eine Spitzenposition unter den europäischen Medienunternehmen ein. 

Verleger Michael Ringier: «Wenn ein Verlag beschliesst, die jüngste Entwicklung seiner digitalen Transformation aufschreiben zu lassen und dafür einen namhaften Journalisten engagiert, zeitigt das Folgen. Der Autor besteht natürlich darauf, Einsicht zu erhalten in einschlägige Verwaltungsrats- oder Geschäftsleitungsprotokolle, und er gräbt während seiner Recherchen weitere Dokumente aus, von deren Existenz der Verleger mitunter nicht einmal weiss. Dem Autor obliegt es dann, aus all diesen Informationen eine gut lesbare Story zu bauen, die dem entspricht, was jeder Verleger auch im Zeitalter der Digitalisierung noch gerne druckt: handwerklich und stilistisch hochstehender Journalismus, der der Wahrheit verpflichtet ist.»

CEO Marc Walder: «Das Unternehmen Ringier hat in den vergangenen 12 Jahren einen tiefgreifenden Transformationsprozess vollzogen. Über 50 Transaktionen wurden getätigt, rund zwei Milliarden Schweizer Franken wurden investiert. René Lüchinger ist angetreten, um diesen radikalen Umbau mit all seinen Facetten, Vor- und Nachteilen, spannend und detailgetreu aufzuschreiben. Das Buch zeigt aber auch, wie radikal sich die Medienindustrie durch die Digitalisierung in nur einem Jahrzehnt verändert hat.»

Illustriert ist das im deutschen Steidl-Verlag erschienene Buch mit Kunstwerken aus der Sammlung Ringier.

Während der offiziellen Buchvernissage im Opernhaus Zürich haben Urs Rohner, Präsident des Verwaltungsrats der Credit Suisse, Roger de Weck, ehemaliger Generaldirektor SRG und Gerhard Schröder, Deutscher Altbundeskanzler und Berater von Ringier, Passagen aus dem Buch «Ringen und Ringier» vorgelesen. Sie alle spielen relevante Rollen im Transformations-Prozess des Unternehmens.

Der Autor René Lüchinger (1958) ist Wirtschaftsjournalist, ehemaliger Chefredaktor beim Schweizer Nachrichtenmagazin Facts, dem Wirtschaftsmagazin Bilanz sowie der Boulevardzeitung Blick. Darüber hinaus ist Lüchinger Autor zahlreicher Bücher (Klaus J. Jacobs, Elisabeth Kopp, «Swissair – Mythos und Grounding»). 2001 gründete er die Lüchinger Publishing GmbH und realisiert Projekte im Bereich Content und Corporate Publishing.

Ringier AG, Corporate Communications

Über den Steidl-Verlag:

Bereits 1968 begann Gerhard Steidl als Drucker und Gestalter zu arbeiteten. Zu den Kunden seiner Siebdruckwerkstatt, in der er Plakate und Druckgrafiken herstellte, zählten neben Joseph Beuys, Marcel Broodthaers und Nam June Paik bald auch andere bekannte Künstler. 1972 erschien mit «Befragung der documenta» das erste Steidl Buch. Es folgten politische Sachbücher, literarische Titel und ausgewählte Kunst- und Fotografiebände. Seit 1993 hält der Verlag die Weltrechte am Werk des Nobelpreisträgers Günter Grass. 1994 folgte ein eigenes Fotobuchprogramm mit internationaler Zielrichtung. Es versammelt viele der renommiertesten zeitgenössischen Fotografen und Künstler, darunter Karl Lagerfeld. Über die Jahre avancierte die Druckerei in Göttingen zu einer der berühmtesten Druckerpressen der internationalen Verlagswelt.

Ringier ist ein in 19 Ländern tätiges, diversifiziertes Medienunternehmen mit rund 7’300 Mitarbeitenden. 1833 gegründet, führt Ringier Medienmarken in Print, TV, Radio, Online und Mobile und ist erfolgreich im Druck-, Entertainment- und Internet-Geschäft tätig. Basierend auf seiner über 180-jährigen Geschichte, steht Ringier für Pioniergeist und Unabhängigkeit, für Meinungsfreiheit sowie Informationsvielfalt. Ringier ist ein Schweizer Familienunternehmen mit Haupt-Standort in Zürich.