27.08.13

Monopol präsentiert: A. M. – eine Deutschlandreise, fotografiert von Andreas Mühe

In seiner September-Ausgabe (EVT 28. August) geht Monopol, das Magazin für Kunst und Leben, mit dem Berliner Fotografen Andreas Mühe auf eine Deutschlandreise der besonderen Art. Das Magazin präsentiert ein Portfolio mit dem Titel «A. M.», das eine Serie von 13 Fotografien umfasst. Sie zeigen Situationen, die persönlich und zugleich repräsentativ wirken: eine Regierungschefin auf einer Reise durch ihr Land.

Andreas Mühe hat nicht nur mit seiner Serie zum Obersalzberg oder mit einer Reportage über die Band «Rammstein» für Aufsehen gesorgt, es gelingt ihm auch immer wieder, den Zentren der politischen Macht nahe zu kommen. Im Fall der Exklusivproduktion für Monopol hat Mühe einen überraschenden Perspektivwechsel vorgenommen. Auf einer ausgedehnten Reise zu Orten deutscher Geschichte und Kultur, vom Kreidefelsen auf Rügen bis zur Zugspitze, vom Oderbruch bei Küstrin bis hin zum RAF-Gefängnis in Stuttgart-Stammheim, sehen wir, wie die Landesmutter auf ihre Heimat blickt, wenn sie in ihrer gepanzerten Limousine unterwegs ist: aus einer Distanz heraus, die beinahe künstlich und kühl wirkt, durch das dicke Sicherheitsglas hindurch. Mühe hat Angela Merkel bereits vor einigen Jahren kennengelernt, er begleitete sie in New York und war mit ihrer Delegation in Indien und in Washington.

«Mich interessiert Macht. Wie äußert sich Macht, wie wird sie ausgeübt und inszeniert?», so Andreas Mühe im Monopol-Interview zu seiner Bildstrecke. Der 1979 in Karl-Marx-Stadt geborene Fotograf hat zu einigen der Orte, wo die Aufnahmen entstanden, eine persönliche Beziehung: «Am Oderbruch an den Seelower Höhen drang die russische Armee nach Berlin vor. Als Kind war ich dort mit meinem Großvater, der sagte: ,Diese Äcker sind alle blutgetränkt.‘»

Holger Liebs, Chefredakteur von Monopol: «Faszinierend finde ich, dass die Fotografien beinahe wie romantische Malerei aussehen, aber tatsächlich jeweils vor Ort genauso aufgenommen wurden – eine sehr aufwendige, langwierige Produktion. Die vermeintliche Künstlichkeit oder Kälte der Aufnahmen entsteht durch Mühes Inszenierung: Deutschland quasi durch Panzerglas hindurch zu betrachten. Ich bin sehr stolz, dass wir diese Bilderserie exklusiv veröffentlichen dürfen.»

Außerdem in der September-Ausgabe von Monopol: Ein Zyklus von Aquarellen des Künstlers Thomas Schütte zur Bundestagswahl, entstanden exklusiv für Monopol. Sowie eine kleine Kunstgeschichte des Fahrrades und ein Special über die Zukunft der Malerei: Vorgestellt werden sieben Maler fürs 21. Jahrhundert.

Monopol ist ab 27. August im Handel erhältlich – mit vier verschiedenen Cover-Motiven aus Mühes Fotoserie. Begleitet wird das Heft von der Ausstellung «A. M. Eine Deutschlandreise». Sie findet von 28. bis 31. August in der ehemaligen Mädchenschule in der Berliner Auguststraße statt.