02.02.26

EqualVoice gewinnt Friedensnobelpreisträgerin Tawakkol Karman und AWS-Topmanager Chris Keller für Advisory Board – EqualVoice-Factor zeigt weiteren Fortschritt in der Schweiz & international

Die EqualVoice-Initiative von Ringier erhält prominenten internationalen Zuwachs: Mit Tawakkol Karman, Friedensnobelpreisträgerin, Journalistin und Menschenrechtsaktivistin aus dem Jemen, sowie Chris Keller, General Manager Europe Central bei Amazon Web Services (AWS), verstärken zwei herausragende Persönlichkeiten das internationale sowie das nationale EqualVoice Advisory Board.

Tawakkol Karman wurde 2011 als erste Frau aus der arabischen Welt mit dem Friedensnobelpreis für ihren gewaltlosen Einsatz für die Sicherheit von Frauen und für das Recht von Frauen auf volle Beteiligung an Friedensprozessen ausgezeichnet. Die Journalistin wurde als führende Figur des Arabischen Frühlings international bekannt. Sie gründete die Organisation «Women Journalists Without Chains», führte Proteste gegen das autoritäre Regime in ihrem Heimatland und wurde für ihr Engagement inhaftiert und verfolgt. Bis heute steht sie für die Überzeugung, dass Demokratie, Meinungsfreiheit und die volle gesellschaftliche Teilhabe von Frauen universelle Werte sind. Tawakkol Karman wird ab Sommer 2026 das internationale EqualVoice Advisory Board verstärken.

Chris Keller verantwortet bei AWS als General Manager Europe Central das Geschäft in über 30 Ländern in Zentral- und Osteuropa. Zuvor leitete er als General Manager Switzerland & Austria die Länderorganisationen in der Schweiz und Österreich. Mit seiner internationalen Führungsverantwortung und seinem Blick auf Technologie, Skalierung und kulturellen Wandel bringt er eine zusätzliche strategische Perspektive in das Nationale Advisory Board von EqualVoice ein.

Dr. Annabella Bassler, Group-CFO von Ringier und Initiantin von EqualVoice: «Tawakkol Karman verkörpert genau das, wofür EqualVoice steht: Haltung, Mut und die Überzeugung, dass Sichtbarkeit eine demokratische Kernfrage ist. Und mit Chris Keller gewinnen wir eine Führungspersönlichkeit, die Transformation und Verantwortung auf globaler Ebene gestaltet. Beide werden unsere internationale Arbeit inhaltlich wie strategisch stark bereichern.»

Messbare Fortschritte durch veränderte redaktionelle Praxis
Im Zentrum von EqualVoice steht der EqualVoice-Factor, ein semantischer Algorithmus, der die Präsenz von Frauen und Männern in redaktionellen Inhalten (Wort, Ton und Bewegtbild) misst. 

Die Auswertungen des EqualVoice-Factors für das zweite Halbjahr 2025 zeigen: Die Initiative entfaltet in der Schweiz und international messbare Wirkung. Die kontinuierliche Messung wirkt und sie verändert redaktionelle Routinen. 

Dabei wird deutlich: Sichtbarkeit ist weniger eine Frage des Formats als eine Frage der redaktionellen Haltung. Titel, die konsequent auf Nähe, Relevanz und Lebensbezug setzen, erreichen nicht nur hohe inhaltliche Wirkung, sondern auch eine ausgewogenere Präsenz von Frauen und Männern. Der EqualVoice-Factor macht damit sichtbar, wie sich journalistische Prioritäten verschieben – weg von reiner Informationslogik, hin zu stärker bedeutungs- und menschenorientiertem Storytelling.

Schweiz: Deutlich höhere Sichtbarkeit – neue Benchmarks 2025
In der Schweiz konnten im Jahr 2025 fast alle Titel von Ringier Medien Schweiz ihre Teaser- und Body-Sichtbarkeit gegenüber 2024 sowohl im Print als auch online steigern. Besonders stark fiel die Entwicklung bei GaultMillau aus, der online um 16.1 Prozentpunkte zulegte. Der Gesamtdurchschnitt des Body-Score liegt inzwischen bei 36.8 Prozent (Print) beziehungsweise 33 Prozent (Online). LandLiebe setzt hier mit 52 Prozent (Online) einen klaren internen Benchmark. 

Auch bei der Headline-Sichtbarkeit, dem Teaser-Score, werden neue Spitzenwerte erreicht: LandLiebe führt mit 66 Prozent deutlich, gefolgt von Glückspost Print (49 Prozent), dem Beobachter (43 Prozent) sowie der Schweizer Illustrierten (43 Prozent online / 39 Prozent print). Die prominente Platzierung weiblicher Stimmen ist dabei zunehmend redaktioneller Standard. Der Blick liegt online bei einem Teaser-Score von 27 Prozent (Print: 23 Prozent) und bleibt damit auf solidem Niveau.

International: Fortschritte mit klaren Unterschieden
Auch in den internationalen Märkten zeigt der EqualVoice-Factor Wirkung. Besonders stark präsentiert sich Polen: Mit durchschnittlich 50 Prozent im Body-Score, 52,3 Prozent in den Headlines und 54,7 Prozent bei den Bildern erreicht das Portfolio von Ringier Axel Springer Polska ein hohes, ausgewogenes Niveau – vor allem in den Bereichen Gesundheit, Lifestyle und Familie.

Auch Serbien liegt mit Teaser- und Image-Scores von jeweils rund 55 Prozent in der Spitzengruppe. In der Slowakei ist mit soliden Durchschnittswerten eine gute Basis erreicht, bei gleichzeitig erkennbarem Entwicklungspotenzial. Über alle Märkte hinweg zeigt sich ein konsistentes Muster: Hohe EqualVoice-Werte entstehen dort, wo Relevanz über Nähe, Einordnung und Identifikation hergestellt wird.