{"id":2661,"date":"2013-12-12T18:24:45","date_gmt":"2013-12-12T17:24:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.ringier.com\/?post_type=interview&#038;p=2661"},"modified":"2025-12-15T15:24:30","modified_gmt":"2025-12-15T14:24:30","slug":"wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen","status":"publish","type":"interview","link":"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/","title":{"rendered":"\u00abWir sollten uns nicht sch\u00e4men, Boulevard zu machen\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<pre class=\"wp-block-verse\"><strong>\u00abFernsehen bleibt f\u00fcr Ringier ein grosses Thema.\u00bb<\/strong>\nMarc Walder, CEO Ringier AG<\/pre>\n\n\n\n<p id=\"h-edito-klartext-sie-sind-als-ceo-von-ringier-auch-nachfolger-ihrer-urspr-nglichen-funktion-als-sie-ceo-ringier-schweiz-und-deutschland-waren-sie-sind-nach-wie-vor-verantwortlich-f-r-den-bereich-schweiz\"><strong>EDITO+KLARTEXT: Sie sind als CEO von Ringier auch Nachfolger Ihrer urspr\u00fcnglichen Funktion, als Sie CEO Ringier Schweiz und Deutschland waren. Sie sind nach wie vor verantwortlich f\u00fcr den Bereich Schweiz.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Marc Walder: Fr\u00fcher waren wir geografisch organisiert, heute thematisch: Ringier gliedert sich in drei S\u00e4ulen, Publishing, Entertainment und Digital, dar\u00fcber hinaus die Bereiche Osteuropa, Afrika und Asien. Was sicherlich stimmt ich habe eine N\u00e4he zum Schweiz-Gesch\u00e4ft, da ich die Strategie der Diversifikation mit Ticketcorner, InfrontRingier, der Energy- Gruppe und so weiter getrieben habe. Und fr\u00fcher \u201eSonntagsBlick\u201c und \u201eSchweizer Illustrierte\u201c selbst gef\u00fchrt habe. Ich erlaube mir darum, mich weiterhin einzumischen. Zumal ich eher ein, sagen wir, pingeliger CEO bin&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-sie-f-llen-also-auch-personalentscheide-im-bereich-publishing-bei-den-redaktionen\"><strong>Sie f\u00e4llen also auch Personalentscheide im Bereich Publishing, bei den Redaktionen?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei relevanten Personalentscheiden wie zum Beispiel Chefredaktoren und bei m\u00f6glicherweise kritischen F\u00e4llen entscheide ich, ja, da ich, was die Publizistik angeht, auch der Vorgesetzte der Chefredaktoren bin. Bei Chefredaktoren geschieht dies immer zusammen mit Verleger Michael Ringier.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-sie-sind-auch-f-r-die-grosse-strategie-zust-ndig-sie-haben-ein-neues-online-portal-zu-blick-am-abend-angek-ndigt-bei-ihrem-amtsantritt-haben-sie-viel-von-digitaler-wende-gesprochen-ist-dieses-portal-nun-das-instrument-dazu\"><strong>Sie sind auch f\u00fcr die grosse Strategie zust\u00e4ndig: Sie haben ein neues Online-Portal zu \u201eBlick am Abend\u201c angek\u00fcndigt. Bei Ihrem Amtsantritt haben sie viel von digitaler Wende gesprochen. Ist dieses Portal nun das Instrument dazu?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist ein weiteres Puzzleteil. Die digitale Wende beinhaltet, dass unsere Publishing- Marken in allen 16 L\u00e4ndern heute komplett digitalisiert sind. Zu dieser digitalen Transformation geh\u00f6ren auch unsere grossen Akquisitionen wie jobs.ch, Onet in Polen, die Scout 24-Gruppe oder DeinDeal. \u201eBlick am Abend\u201c ist ein weiterer Baustein, denn die Marke hat bisher keine eigene digitale Identit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-bisher-war-blick-ch-das-portal-der-ganzen-blick-gruppe\"><strong>Bisher war blick.ch das Portal der ganzen \u201eBlick\u201c-Gruppe.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eBlick am Abend\u201c hat heute mit 779 000 eine enorm grosse Leserschaft. Sie ist jung, urban, kaufkr\u00e4ftig und feminin. Ihr wollen wir eine eigene Plattform bieten, denn sie sucht etwas anderes als das, was blick.ch liefert. Wir versuchen f\u00fcr die \u201eBlick am Abend\u201c-Plattform von den neuen digitalen Content-Angeboten zu lernen. BuzzFeed ist ein hervorragendes Beispiel daf\u00fcr, wie man anders mit dem Leser korrespondiert als klassische Publishing-Marken dies tun. Eine spielerischere Form des Journalismus also. Ausserdem monetarisiert BuzzFeed auf dem Werbemarkt kaum \u00fcber klassische Display-Werbung, sondern \u00fcber Native Advertising, also von einem kommerziellen Partner gesponserte Rubriken. Coca-Cola kann beispielsweise auf BuzzFeed einen Teil des Contents sponsern, klar ersichtlich, sehr transparent. Der Werbemarkt sucht dringend nach neuen Formen von digitaler Werbung. &nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-was-versprechen-sie-sich-kommerziell-von-diesem-portal-der-markt-in-der-deutschschweiz-ist-ja-viel-kleiner-als-derjenige-von-buzzfeed\"><strong>Was versprechen Sie sich kommerziell von diesem Portal? Der Markt in der Deutschschweiz ist ja viel kleiner als derjenige von BuzzFeed.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das kann und muss man sich bei jeder Neulancierung fragen. Wir haben uns auch bei der Lancierung von \u201eSI Style\u201c oder \u201eLand-Liebe\u201c gefragt, ob der Markt gross genug ist. Wir fahren seit f\u00fcnf Jahren eine sogenannte Total-Reach-Strategie bei der \u201eBlick\u201c-Gruppe und erreichen mittlerweile drei Millionen Menschen pro Woche! Die neue Plattform ist ein weiteres Produkt der Gruppe und kann somit die ganze bestehende Struktur, Know how, Technologie wie auch die 200 Journalisten, die in der Gruppe arbeiten, daf\u00fcr einsetzen. Genau deshalb waren wir sehr skeptisch, was die Remonetarisierung von Hansi Voigts Projekt \u201eWatson\u201c anbelangt. Wir k\u00f6nnen aufgrund unserer Voraussetzungen \u00e4usserst effizient vorgehen, Watson, das ich f\u00fcr ein gutes Projekt halte, braucht hingegen einen enormen Aufwand, Marke und Redaktion von Null auf zu starten und von Null auf kompetitiv zu sein gegen blick.ch, 2\u00fcminuten.ch. newsnetz.ch. nzz.ch und so weiter.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-watson-investiert-20-millionen\"><strong>Watson investiert 20 Millionen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sprechen nicht \u00fcber Zahlen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-wird-es-eine-eigene-redaktion-geben\"><strong>Wird es eine eigene Redaktion geben?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es wird zus\u00e4tzlich zum grossen Team im BLICK-Newsroom ein Kernteam f\u00fcr die \u201eBlick am Abend\u201c-Plattform geben.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-f-r-blick-ch-war-ja-eine-paywall-geplant-sie-haben-noch-ende-2012-gesagt-sie-kommt-auf-herbst-2013-jetzt-ist-sie-in-weite-ferne-ger-ckt-hat-das-auch-mit-dem-blick-am-abend-projekt-zu-tun\"><strong>F\u00fcr blick.ch war ja eine Paywall geplant, Sie haben noch Ende 2012 gesagt: Sie kommt auf Herbst 2013. Jetzt ist sie in weite Ferne ger\u00fcckt. Hat das auch mit dem \u201eBlick am Abend\u201c-Projekt zu tun?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde es nicht in einen Kontext bringen. Die Frage, ob man blick.ch jetzt bezahlpflichtig machen will, haben wir f\u00fcr den Moment mit Nein beantwortet. Das Thema ist aber nur auf Eis gelegt, wir k\u00f6nnen es jederzeit abrufen, denn die Vorbereitungsarbeiten sind sehr weit gediehen. Im Moment wollen wir diesen Schritt nicht machen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-das-ist-ein-relativ-schneller-strategiewechsel\"><strong>Das ist ein relativ schneller Strategiewechsel.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man darf solche Entscheide ohne falsche Scheu treffen. Wenn man auf blick.ch ein bezahlpflichtiges Abo-Modell einf\u00fchrt, kann man es praktisch nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig machen. Umgekehrt k\u00f6nnen wir es in 9, 12 oder 16 Monaten lancieren. Wir haben im Moment eine Reichweiten-Strategie, die gut funktioniert, die w\u00fcrden wir mit dem bezahlpflichtigen Abo-Modell riskieren. Wir beobachten alle Modelle und warten noch ab. Ganz schweizerisch also.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-die-leute-gew-hnen-sich-inzwischen-noch-mehr-daran-dass-journalismus-gratis-ist\"><strong>Die Leute gew\u00f6hnen sich inzwischen noch mehr daran, dass Journalismus gratis ist.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Grundsatz haben Sie Recht, das ist dieser ewige Geburtsfehler des Internets, was die Publishing-H\u00e4user anbelangt. Den haben wir alle irgendwann einmal begangen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-bevor-man-geld-verlange-m-sse-man-etwas-besonderes-bieten-sagt-michael-ringier\"><strong>Bevor man Geld verlange, m\u00fcsse man etwas Besonderes bieten, sagt Michael Ringier.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir m\u00fcssen uns \u00fcberlegen, was ein Online-Abonnement noch mitenthalten k\u00f6nnte an zus\u00e4tzlichen Dienstleistungen und Services. Der Gedanke ist ja nicht neu: Fr\u00fcher wurden \u00fcber Zeitschriften auch Lebensversicherungen verkauft. Dorthin geht die Frage des Mehrwerts eher als zur \u00dcberlegung: Haben wir jeden Tag zehn Scoops, f\u00fcr die die Leute bereit sind zu bezahlen? Denn ein Scoop hat heute eine Halbwertszeit von vielleicht einer Minute.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-sie-stehen-als-ringier-ceo-in-erster-linie-f-r-die-digitalisierung-des-konzerns-und-die-entertainment-strategie-gibt-es-auch-eine-print-strategie\"><strong>Sie stehen als Ringier-CEO in erster Linie f\u00fcr die Digitalisierung des Konzerns und die Entertainment-Strategie. Gibt es auch eine Print-Strategie?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich! Nebst dieser konsequenten Diversifikation geht gerne vergessen, was wir alles im Publishing-Bereich \u2014 nicht nur in der Schweiz \u2014 getan haben: Wir haben die Line-Extension-Strategie der \u201eSchweizer Illustrierte\u201c eingef\u00fchrt, wir haben \u201eSI Style\u201c lanciert, haben den wunderbaren \u201eBlick am Abend\u201c gegr\u00fcndet, wir haben die so erfolgreiche \u201eLandLiebe\u201c auf den Markt gebracht. Wir sind innovativ. Auch im Kerngesch\u00e4ft Print.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-gibt-es-weitere-pl-ne\"><strong>Gibt es weitere Pl\u00e4ne?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt tats\u00e4chlich Pl\u00e4ne f\u00fcr das eine oder andere Print-Projekt, aber dar\u00fcber sprechen wir noch nicht.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-ringier-hat-sich-einmal-um-die-weltwoche-bem-ht-gibt-cicero-heraus-in-der-schweiz-gibt-es-kein-klassisches-politmagazin-mehr\"><strong>Ringier hat sich einmal um die \u201eWeltwoche\u201c bem\u00fcht, gibt \u201eCicero\u201c heraus, in der Schweiz gibt es kein klassisches Politmagazin mehr&#8230;&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht eine Frage des Genres, sondern des Marktes. Ringier k\u00f6nnte jederzeit ein Politikmagazin lancieren, wir machen das in der Westschweiz mit \u201eL\u2018Hebdo\u201c ja bereits. Die Frage ist bloss, ob es einen Markt daf\u00fcr gibt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-eine-gratis-abendzeitung-f-r-die-romandie-haben-sie-bereits-gepr-ft-nehmen-wir-an\"><strong>Eine Gratis-Abendzeitung f\u00fcr die Romandie haben Sie bereits gepr\u00fcft, nehmen wir an.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;und sind zum Schluss gekommen: Der Markt ist zu klein.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-ringier-und-tamedia-wollen-le-temps-verkaufen-kam-der-anstoss-dazu-von-tamedia-oder-von-ringier\"><strong>Ringier und Tamedia wollen \u201eLe Temps\u201c verkaufen. Kam der Anstoss dazu von Tamedia oder von Ringier?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir sind bei \u201eLe Temps\u201c gleichberechtigte Aktion\u00e4re, es war ein gemeinsamer Entscheid. Wenn sich die Ideen von Partnern gegenseitig blockieren, dann sollte es kein Tabu sein, sich von einer Publikation zu trennen. Nun sind die Bewerbungen eingegangen und wir werden~ sie akribisch pr\u00fcfen. Finden wir keinen K\u00e4ufer, der unseren Vorstellungen und Erwartungen entspricht, besteht die M\u00f6glichkeit, den Titel weiter gemeinsam zu f\u00fchren oder eines der H\u00e4user \u00fcbernimmt ihn ganz. Man darf nicht vergessen: \u201eLe Temps\u201c verdiente in den letzten Jahren stets gutes Geld.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-sie-haben-bedingungen-nicht-nur-zum-kaufpreis-formuliert-sondern-auch-dass-sich-der-k-ufer-der-bedeutung-von-le-temps-f-r-die-romandie-bewusst-ist-und-den-mitarbeitenden-eine-perspektive-bieten-soll-ist-ein-bewerber-wie-tettamanti-mit-seiner-medienvielfalt-holding-f-r-sie-valabel\"><strong>Sie haben Bedingungen nicht nur zum Kaufpreis formuliert, sondern auch, dass sich der K\u00e4ufer der Bedeutung von \u201eLe Temps\u201c f\u00fcr die Romandie bewusst ist und den Mitarbeitenden eine Perspektive bieten soll. Ist ein Bewerber wie Tettamanti mit seiner Medienvielfalt-Holding f\u00fcr Sie valabel?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir schliessen selbstverst\u00e4ndlich keinen Anbieter aus. Wenn wir die Zeitung verkaufen, wollen wir sie in nachhaltig gute H\u00e4nde geben und werden dies in enger \u00dcbereinstimmung mit dem Management pr\u00fcfen. Ich kann Ihnen im Moment keine Antwort auf die Frage geben, ob wir an Tettamanti und\/oder Blocher verkaufen w\u00fcrden.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-wenn-man-ringier-anschaut-mit-den-schwerpunkten-boulevard-und-entertaininent-dann-fehlt-eine-tv-strategie-energy-t-v-allein-kann-ja-nicht-gen-gen\"><strong>Wenn man Ringier anschaut mit den Schwerpunkten Boulevard und Entertaininent, dann fehlt eine TV-Strategie. Energy-T V allein kann ja nicht gen\u00fcgen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erstens sind wir mit Sat.1 Schweiz immer noch stark im Fernsehgesch\u00e4ft engagiert. Das ist ein gutes Gesch\u00e4ft. Teleclub haben wir verkauft, weil Pay-TV eher schwieriger wird. Fernsehen bleibt f\u00fcr Ringier aber ein grosses Thema. Erstens passt es wunderbar in unsere Strategie. Zweitens hat Fernsehen im Werbemarkt in den vergangenen zehn Jahren stetig zugelegt. Mit TF1 sind wir auch in der Fernsehvermarktung t\u00e4tig. Auch der Kauf von Sendern wurde gepr\u00fcft. 3+ hat uns interessiert, das haben wir immer offen gesagt, aber Dominik Kaiser wollte bis heute nicht verkaufen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-der-informations-bereich-im-tv-interessiert-ringier-nicht\"><strong>Der Informations-Bereich im TV interessiert Ringier nicht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir w\u00fcrden es im klassischen News-Bereich nie mit einem Service public-Sender aufnehmen wollen, der einen Marktanteil von 30 Prozent hat. Das macht keinen Sinn. Man sollte sich eine Nische suchen, in welcher man sich zu \u00fcberschaubaren Kosten einen Marktanteil sichern kann. Energy-TV ist ein gutes Beispiel daf\u00fcr: Sie brauchen einen Distributor wie Swisscom oder Cablecom, dann k\u00f6nnen Sie via diese Plattform digital so viele Kan\u00e4le ausliefern wie Sie wollen. Energy-TV ist f\u00fcr uns ein Experiment f\u00fcr eine junge Zielgruppe. Energy-TV kann modulm\u00e4ssig weiter ausgebaut werden. Energy ist \u00fcberhaupt eine fantastische Marke. Begonnen hat es mit einem Radio in Z\u00fcrich, mittlerweile sind es drei Stationen und auch Fernsehen funktioniert unter dieser Marke. Dazu kommen die vielen Events Energy Stars For Free, Energy Fashion Night, die Live Sessions und viele weitere Ideen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-anmerkung-der-redaktion-nach-dem-interview-aber-vor-redaktionsschluss-hat-ringier-bekanntgegeben-dass-das-heft-landliebe-auf-tv-w-chentlich-12-minuten-auf-sat-1-schweiz-und-radio-co-produziert-von-energy-als-kanal-bei-dab-und-als-stream-app-ausgeweitet-wird\"><strong>(<\/strong>Anmerkung der Redaktion: Nach dem Interview, aber vor Redaktionsschluss hat Ringier bekanntgegeben, dass das Heft \u201eLandliebe\u201c auf TV [w\u00f6chentlich 12 Minuten auf Sat.1 Schweiz] und Radio [co-produziert von Energy als Kanal bei DAB+ und als Stream\/App] ausgeweitet wird.)<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-jedes-medium-von-ringier-muss-in-die-verwertungskette-hineinpassen\"><strong>Jedes Medium von Ringier muss in die Verwertungskette hineinpassen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe immer bef\u00fcrwortet, dass die Gesch\u00e4fte unter dem Ringier-Dach miteinander verlinkt sind und gegenseitig voneinander profitieren k\u00f6nnen. In welcher Form ist v\u00f6llig offen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-aber-es-ist-eine-zwiesp-ltige-geschichte-wenn-man-events-und-vertraglich-gebundene-personen-auch-redaktionell-vermarktet\"><strong>Aber es ist eine zwiesp\u00e4ltige Geschichte, wenn man Events und vertraglich gebundene Personen auch redaktionell vermarktet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Diskussion stellen wir uns, die Frage ist absolut berechtigt. Die journalistische Unabh\u00e4ngigkeit \u2014 und das sage ich als Journalist \u2014 ist zentral f\u00fcr ein Medienhaus. Man hat uns bis heute keinen einzigen Fall vorwerfen k\u00f6nnen, bei dem wir journalistisch abh\u00e4ngig berichtet haben, weil andere Interessen da waren. Ein Beispiel: Der \u201eBlick\u201c war bis zuletzt sicher, dass Ottmar Hitzfeld seinen Vertrag verl\u00e4ngern wird und lag damit falsch, obwohl wir mit Hitzfeld einen Vertrag f\u00fcr Beratung und einige Kolumnen haben. Besser kann ich die Unabh\u00e4ngigkeit unserer Titel nicht dokumentieren.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-das-unbehagen-kommt-ja-nicht-in-erster-linie-davon-dass-blick-an-andere-infos-herankommt-sondern-dass-blick-ber-personen-schreibt-die-von-ringier-vermarktet-werden-und-an-deren-publizit-t-deshalb-ein-interesse-hat-stichwort-g-la\"><strong>Das Unbehagen kommt ja nicht in erster Linie davon, dass \u201eBlick\u201c an andere Infos herankommt, sondern dass \u201eBlick\u201c \u00fcber Personen schreibt, die von Ringier vermarktet werden \u2014 und an deren Publizit\u00e4t deshalb ein Interesse hat. Stichwort: G\u00f6la.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>G\u00f6l\u00e4 wird ja nicht von uns vermarktet, das war einfach eine klassische Medienpartnerschaft bei einem Konzert. Als G\u00f6l\u00e4 nach einer l\u00e4ngeren Pause wieder zur\u00fcckkam, haben unsere Titel vielleicht etwas viel \u00fcber ihn berichtet, wenn Sie mich als Leser fragen. Das hatte aber keinen strategischen Hintergrund. Sie k\u00f6nnen einer Redaktion unm\u00f6glich vorschreiben, was sie zu schreiben hat, das wird nie funktionieren. Und das ist gut so.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-es-gab-im-blick-newsroom-viele-wechsel-auch-in-der-f-hrung-es-gab-unruhe-um-ver-nderungen-in-der-bundeshausredaktion-und-sogar-einen-brief-der-belegschaft-an-den-ceo-zum-thema-andrea-bleicher-das-ist-nicht-unbedingt-ein-gutes-zeugnis-f-r-die-f-hrung-oder-ein-zeichen-f-r-stabilit-t\"><strong>Es gab im \u201eBlick\u201c-Newsroom viele Wechsel, auch in der F\u00fchrung, es gab Unruhe um Ver\u00e4nderungen in der Bundeshausredaktion und sogar einen Brief der Belegschaft an den CEO zum Thema Andrea Bleicher. Das ist nicht unbedingt ein gutes Zeugnis f\u00fcr die F\u00fchrung oder ein Zeichen f\u00fcr Stabilit\u00e4t.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Man sollte jeden Fall f\u00fcr sich betrachten. Bei Andrea Bleicher gab es den Entscheid, dass sie zum damaligen Zeitpunkt nicht Chefredaktorin des \u201eBlick\u201c wird. Das hatte seine Gr\u00fcnde, die habe ich kommuniziert, dazu stehe ich. Wir haben ihr ein Angebot gemacht, sie hat sich entschieden andere Wege zu gehen. Kein Problem. Parallel gab es eine Gruppe von Leuten, die f\u00fcr Andrea gek\u00e4mpft haben. Das ist wunderbar, damit habe ich keinerlei Problem. Ich habe kein Verst\u00e4ndnis daf\u00fcr, wenn ein Brief, der an mich pers\u00f6nlich gerichtet war, bewusst geleakt wird. Dass aus der Geschichte dann ein mediales Ereignis wurde, das verstehe ich auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fall von Henri Habegger wiederum liegt ganz anders. Auch aus dieser Personalie wurde ein medial viel diskutiertes Thema, weil sich Habegger und Frank A. Meyer gut kennen und m\u00f6gen. Da wurde dann spekuliert und interpretiert \u00fcber die Rolle von Meyer. Auch da habe ich Verst\u00e4ndnis. Meyer und ich haben dazu Stellung genommen. Das alles z\u00e4hlt zum daily business eines Medienunternehmens.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-die-rolle-von-frank-a-meyer-interessiert-weil-er-bei-ringier-einen-wichtigen-einfluss-aber-keine-offizielle-funktion-hat\"><strong>Die Rolle von Frank A. Meyer interessiert, weil er bei Ringier einen wichtigen Einfluss, aber keine offizielle Funktion hat.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Gremien in diesem Haus, eine klare Governance. Und dann gibt es wie in jedem Konzern Menschen, die Kraft ihrer Historie, Kraft ihrer Intelligenz, des sich Einbringens, eine Rolle spielen. Frank hat eine solche Rolle. Mit Frank rede ich regelm\u00e4ssig, Michael Ringier tut das auch. Frank hat seine Meinung, er ist ein Mensch, der sich einbringt. Das ist genau das, was wir von ihm erwarten.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-vor-dieser-geschichte-gab-esja-zwei-abg-nge-karsten-witzmann-chefredaktor-sonntagsblick-und-blick-chefredaktor-ralph-grosse-bley-wenig-sp-ter-zwei-wichtige-chef-redaktoren-innerhalb-von-kurzer-zeit\"><strong>Vor dieser Geschichte gab esja zwei Abg\u00e4nge, Karsten Witzmann, Chefredaktor \u201eSonntagsBlick\u201c und \u201eBlick\u201c-Chefredaktor Ralph Grosse-Bley wenig sp\u00e4ter. Zwei wichtige Chef redaktoren innerhalb von kurzer Zeit&#8230;<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ralph Grosse-Bley hat den \u201eBlick\u201c vier Jahre lang gef\u00fchrt \u2014 ich sagte zu Beginn: \u201eWir sollten uns nicht sch\u00e4men, Boulevard zu machen.\u201c Er hatte den Auftrag, den \u201eBlick\u201c zur\u00fcck zum Kern der Marke zu f\u00fchren. Das hat er tipptopp gemacht. Dann kamen wir im Gespr\u00e4ch \u00fcberein, dass er eine neue Herausforderung sucht. Ich bin f\u00fcr schnelle Entscheidungen\u2014und deshalb \u00fcbernahm Andrea Bleicher im Februar von Grosse-Bley. Bei Karsten Witzmann war es \u00e4hnlich. Selbstkritisch sage ich, dass es nicht optimal ist, wenn die zwei gr\u00f6ssten Publikationen dieses Landes w\u00e4hrend l\u00e4ngerer Zeit interimistisch gef\u00fchrt werden.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-sie-stehen-zu-boulevard-sagen-aber-auch-dass-sie-beiden-blick-titeln-mehr-relevanz-wollen-dass-sie-politischer-werden-sollen\"><strong>Sie stehen zu Boulevard, sagen aber auch, dass Sie beiden \u201eBlick\u201c- Titeln mehr Relevanz wollen, dass sie politischer werden sollen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Michael Ringier und ich haben grosse Freude an lustvoll, kreativ und unterhaltsam interpretiertem Boulevard. Wir erwarten aber auch, dass unsere Zeitungen eine verantwortungsvolle und rele\u2014 vante Rolle in diesem Land einnehmen. Die \u201eBlick\u201c-Gruppe bewies in den vergangenen 20 Jahren eindr\u00fccklich, dass sie auf\u2014 strebendem Populismus widerstehen kann, auch wenn es auf\u2014 lagenwirksam gewesen w\u00e4re. Unsere Publikationen sollen die grossen Themen des Landes beleuchten, diskutieren, debattieren. Wie in k\u00fcrzlich die 1:12-Initiative, die SVP-Familieninitiative oder die Debatte rund um die Autobahnvignette.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-sie-sind-auch-pr-sidiumsmitglied-im-verband-schweizer-medien-als-mitglied-dieses-vorstandes-tragen-sie-das-nein-zu-einem-print-gav-in-der-deutschschweiz-mit-ringier-tr-gt-in-der-westschweiz-einen-gav-mit-warum-geht-es-dort-und-hier-nicht\"><strong>Sie sind auch Pr\u00e4sidiumsmitglied im Verband Schweizer Medien. Als Mitglied dieses Vorstandes tragen Sie das Nein zu einem Print-GAV in der Deutschschweiz mit. Ringier tr\u00e4gt in der Westschweiz einen GAV mit. Warum geht es dort und hier nicht?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das Thema GAV betrachte ich grunds\u00e4tz1ich als Mitglied des Pr\u00e4sidiums des Verlegerverbandes und stehe hinter dem Ablauf, den der Pr\u00e4sident dort skizziert hat. Es gab im Mechanismus verschiedene Fehler, die dann zu dieser Eskalation, die ich bedaure, gef\u00fchrt haben. Ringier hat in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass wir ein sozial engagiertes Unternehmen sind, dass wir den Mitarbeitenden gute Bedingungen bieten bis hin zur Pensionskasse, dass wir als Unternehmen konsequent auf Frauenf\u00f6rderung setzen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-aber-stehen-sie-denn-hinter-der-idee-eines-gav\"><strong>&#8230;aber stehen Sie denn hinter der Idee eines GAV?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich stehe ganz klar hinter der Position, dass die Journalisten bei einem Verlag ein gutes Arbeitsumfeld haben m\u00fcssen, auch was die monet\u00e4re Situation anbelangt. Keiner im Pr\u00e4sidium hat etwas gegen faire Arbeitsbedingungen die intelligent geregelt sein sollen.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-sie-weichen-aus\"><strong>Sie weichen aus.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist Aufgabe des Pr\u00e4sidenten, diese Diskussion zu f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-es-gibt-ja-lohnempfehlungen-von-impressum-und-syndicom-schaut-ringier-diese-an-und-gelten-sie-beispielsweise-auch-f-r-die-mitarbeitenden-des-neuen-blick-am-abend-portals\"><strong>Es gibt ja Lohnempfehlungen von Impressum und Syndicom. Schaut Ringier diese an und gelten sie beispielsweise auch f\u00fcr die Mitarbeitenden des neuen \u201eBlick am Abend\u201c-Portals?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir schauen diese Empfehlungen genau an, unsere HR-Abteilung vergleicht sie laufend mit den L\u00f6hnen, die wir bezahlen. So unterscheiden wir zum Beispiel nicht mehr zwischen Online- und Printjournalisten. Leute, welche in die neuen Onlineportale kommen, werden dementsprechend nach den gleichen Kriterien entl\u00f6hnt.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-zur-konkreten-arbeit-im-newsroom-da-ist-die-arbeitsteilung-die-industrialisierung-des-journalismus-schon-fters-kritisiert-worden-ihr-kolumnist-helmut-maria-glogger-hat-sogar-von-kindersoldaten-gesprochen\"><strong>Zur konkreten Arbeit im Newsroom: Da ist die Arbeitsteilung, die Industrialisierung des Journalismus schon \u00f6fters kritisiert worden \u2014 Ihr Kolumnist Helmut Maria Glogger hat sogar von \u201eKindersoldaten\u201c gesprochen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausdruck \u201eKindersoldaten\u201c ist eine Frechheit gegen\u00fcber den Journalisten, die bei uns arbeiten. Er zeugt von Arroganz und Ignoranz. Zu Ihrer Frage: Es gibt doch auf der Welt nur noch Newsrooms, grosse, kleine, st\u00e4rker integrierte, weniger integrierte. Redaktionen, in welchen jeder in seinem K\u00e4mmerchen vor sich hin arbeitet, das gibt es doch gar nicht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p id=\"h-aber-wie-weit-soll-die-journalistische-arbeitsteilung-gehen-wieweit-sollen-die-journalisten-noch-reporter-und-autorinnen-oder-lediglich-zulieferer-von-textbausteinen-an-produzenten-und-kan-le-sein-wieweit-sind-journalisten-mit-einem-eigenen-profil-gefragt\"><strong>Aber wie weit soll die journalistische Arbeitsteilung gehen, wieweit sollen die Journalisten noch Reporter und Autorinnen oder lediglich Zulieferer von Textbausteinen an Produzenten und Kan\u00e4le sein, wieweit sind Journalisten mit einem eigenen Profil gefragt?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Erstens: Nicht alle Journalisten sollen alles machen. Zweitens, ebenso klar: Alle werden mehr machen als fr\u00fcher. Dar\u00fcber hinaus wird es Recherche-Spezialisten geben, klassische Reporter, dann wieder eher innenorientierte Journalisten. Das \u00e4ndert sich nicht. Und am Schluss z\u00e4hlt das, was schon z\u00e4hlte, als ich als junger Journalist begann: das Handwerk.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marc Walder, CEO von Ringier, \u00fcber seine Pl\u00e4ne und Strategien, sein F\u00fchrungsverst\u00e4ndnis und heikle Personalentscheide.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":23071,"template":"","categories":[],"class_list":["post-2661","interview","type-interview","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO Premium plugin v27.0 (Yoast SEO v27.0) - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-premium-wordpress\/ -->\n<title>\u00abWir sollten uns nicht sch\u00e4men, Boulevard zu machen\u00bb - Ringier<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"\u00abWir sollten uns nicht sch\u00e4men, Boulevard zu machen\u00bb\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Marc Walder, CEO von Ringier, \u00fcber seine Pl\u00e4ne und Strategien, sein F\u00fchrungsverst\u00e4ndnis und heikle Personalentscheide.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Ringier\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/ringierag\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-12-15T14:24:30+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/www.ringier.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Marc-Walder_Tagesanzeiger_20140412-neues-format-1.png\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"628\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/png\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:site\" content=\"@ringier_ag\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"12 Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/\",\"url\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/\",\"name\":\"\u00abWir sollten uns nicht sch\u00e4men, Boulevard zu machen\u00bb - Ringier\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/www.ringier.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Marc-Walder_Tagesanzeiger_20140412-neues-format-1.png\",\"datePublished\":\"2013-12-12T17:24:45+00:00\",\"dateModified\":\"2025-12-15T14:24:30+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de-DE\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de-DE\",\"@id\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/www.ringier.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Marc-Walder_Tagesanzeiger_20140412-neues-format-1.png\",\"contentUrl\":\"https:\/\/www.ringier.com\/wp-content\/uploads\/2011\/10\/Marc-Walder_Tagesanzeiger_20140412-neues-format-1.png\",\"width\":1200,\"height\":628},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/news\/interviews\/wir-sollten-uns-nicht-schaemen-boulevard-zu-machen\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"\u00abWir sollten uns nicht sch\u00e4men, Boulevard zu machen\u00bb\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/www.ringier.com\/de\/\",\"name\":\"Ringier\",\"description\":\"We inform. 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