Die Geschichte der Ringier AG

1833 erwarb Johann Rudolf Ringier ei­ne Buchdru­cke­rei im Schwei­zeri­schen Zofin­gen und druck­te regio­nale Amts­blät­ter und Lehrpläne.  Als Ver­le­ger gab er mit dem Zofin­ger Wo­chenblatt sei­ne erste Zei­tung heraus. Im Jahr 1911 er­schi­en die Schwei­zer Illus­trier­te Zei­tung zum ers­ten Mal. Sie war und ist bis heu­te die erfolg­reichste Peop­le-Zeitschrift der Schweiz. 1959 überrasch­te der Ringier-Ver­lag die Schwei­zer Bevölkerung mit der ers­ten Boulevardzei­tung des Lan­des, dem Blick - ein Kon­zept, das un­ter den Le­sern zu Beginn heftige Kontrover­sen über den Stil der Publikati­on auf­warf, das sich aber als sehr erfolg­reich erwies. In der Folge wurde 1969 mit dem Sonntags­Blick die erste und bis heu­te meist­ge­le­sene Schwei­zer Sonntags­zei­tung lan­ciert - eben­falls im Boulevard-Stil. 1984 steigt Ringier mit der Gründung der loka­len TV-Pro­gramm­gesellschaft Züri­visi­on ins TV-Ge­schäft ein. 1987 erfolgte Rin­giers Aus­lands-Expansi­on mit dem Schritt nach Asi­en, 1990 die ers­ten Schritte nach Ost­eu­ropa. Obwohl sich das In­ternet erst En­de der 90er-Jah­re als Massen­medi­um eta­blier­te, erkannte Ringier be­reits 1996 de­s­sen Potenti­al und mach­te sich daran, mit den In­ternet­auftrit­ten von Blick Online und Cash Online die elek­troni­schen Medi­en zu er­obern. 2007 be­teiligt sich Ringier am Schwei­zer Ra­dio­sen­der En­ergy und erwei­ter­te sein Un­ter­hal­tungs­angebot um den erfolg­reichs­ten Privat­sen­der der Deutsch­schweiz. 2009 ver­ab­schiede­te Ringier ei­ne neue Un­ternehmensstra­tegie, die auf den drei Be­rei­chen Pub­lishing, Digitalge­schäft und En­ter­tainment auf­baut. 2010 ging Ringier ein in der Firmen­ge­schich­te einzig­artiges Joint Venture mit dem deut­schen Verlag Axel Sprin­ger zur Stärkung des Ge­schäfts in Zen­tral- und Ost­eu­ropa ein und gründe­te die Ringier Axel Sprin­ger Media AG. Zudem wurde in diesem Jahr auch der Blick-Newsroom ein­geweiht.

2008: Ringier feiert sein 175-jähriges Bestehen. Dieses Jubiläum wird in allen Ringier-Standorten gross gefeiert. Zum Schweizer Hauptanlass in Luzern kommen über 4000 Gäste.

[2003 bis heute] Ringier heute - international, multimedial, diversifiziert

Im Februar 2013 wird Florian Fels CEO Publishing.

2012 wird Marc Walder neuer CEO der Ringier AG. 

Im Jahr 2010 grün­den Rin­gier und Axel Sprin­ger das grosse Joint Venture Rin­gier Axel Sprin­ger Media AG und legen die Ge­schäfts­aktivitä­ten in Tsche­chi­en, Serbi­en, Polen und der Slowakei un­ter der Ringier Axel Sprin­ger Media AG zu­sammen.

Im Jahr 2009 lanciert der Kon­zern sei­ne neue Un­ternehmensstra­tegie, die auf den drei Be­rei­chen Pub­lishing, Digitalge­schäft und En­ter­tainment auf­baut. 
 
 

[1987 bis 2002] – Auf dem Weg zu neuen Märkten und neuen Medien

Ringier macht den ers­ten Schritt nach Asi­en: Gründung der Times-Ringier (HK) Ltd. zu­sammen mit Times Pub­lishing Co., Sin­g­apore. Die Dru­cke­rei in Hongkong macht sich in Kürze im Magazindruck ei­nen gu­ten Namen. 2011 verkauft Rin­ger die Dru­cke­rei an die Hong Kong Economic Times Holding Ltd.

[1970 bis 1986] – Ringiers Wandel zum modernen Medienunternehmen

Mit der Gründung der loka­len TV-Pro­grammgesellschaft Zürivisi­on erfüllt sich Ringier sei­nen langjähr­igen Wunsch, ins TV-Ge­schäft einzu­stei­gen. Ge­tra­gen wird dieses Pro­jekt un­ter an­de­rem von der klei­nen haus­ei­genen Film­produkti­ons­fir­ma Rincovisi­on. Rincovisi­on mausert sich En­de der 80er Jah­re zu ei­nem der er­folg­reichs­ten Video­pro­du­zent der Schweiz und wird spä­ter in die Ab­tei­lung Rin­gier TV umbe­nannt. Rin­giers späte­re Be­tei­li­gun­gen am Pay-TV Sen­der Te­le­club und Privat­sen­der Sat.1 Schweiz er­wei­sen sich als erfolg­reich.

[1915 bis 1969] – Aufstieg zum grössten Verlag der Schweiz

Die Zei­tung Blick er­scheint zum ers­ten Mal. Es ist die erste Boulevard­zei­tung der Schweiz und erregt sofort gros­ses Auf­se­hen und heftigen gesell­schaft­li­chen Wi­der­stand. Das Blatt un­ter­schei­det sich mit ro­ter Bunt­farbe und gros­sen Bil­dern ästhe­tisch von den nücht­er­nen par­tei­ge­bun­denen Schwei­zer Zei­tun­gen. Aber auch in­halt­lich betritt Rin­gier mit ei­nem natio­na­len Fokus, ei­ner aus­ge­dehn­ten Sport­be­richt­er­stat­tung und politi­scher Un­ab­hän­gig­keit jour­na­lis­ti­sches Neu­land. Mit Blick dringt das Un­ter­neh­men Rin­gier erst­mals ins Zei­tungs­ge­schäft vor. Und dies erfolg­reich, denn der Blick ist auch heu­te noch die erfolg­reichste Ta­ges­zei­tung der Schweiz.

[1833 bis 1914] – Die Anfänge von Ringier

Der Pfarrerssohn Johann Rudolf Ringier kauft in Zofin­gen (Schweiz) ei­ne Buch­dru­cke­rei und druckt re­gio­na­le Amts­blät­ter und Lehr­pläne. Als Ver­le­ger pu­bli­ziert er sei­ne ers­te Zei­tung, das Zo­fin­ger Wo­chen­blatt. Zo­fin­gen ist ein land­wirt­schaft­lich ge­prägtes Städt­chen mit un­ge­fähr 3000 Ein­woh­nern.